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Der Mensch ist, was er denkt

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Gedanken sind Geschöpfe, lebendige Wesen; und sie sind Lichtblitze, Lichtimpulse unserer Gehirne.

Besitzen sie eine gleiche Wesensart, so verbinden sie sich miteinander und beherrschen unsere Mentalität. Entscheiden wir uns, sie nicht länger zu beleben,so treten sie in den Hintergrund und gleichen feiner werdenden Wolkengebilden.

Denken ist eine schöpferische Kraft. Die meisten Menschen verwenden sie allerdings zur Bedürfnisbefriedigung.

In den allerersten Lebensjahren nehmen wir die Aura und ihre himmlischen Farben wahr; wir empfinden die Schönheit der Liebe, aber auch die Tyrannei der Angst. In dieser Zeit denken wir noch nicht. Wir sind wir rein und stehen in Verbindung mit der göttlichen Quelle, die in uns wirkt.

Der Gang in die Materie

Indem wir heranwachsen, wird unser Körper in seiner Konsistenz so dicht wie die Erde; und das in uns angelegte Wissen, wer wir sind, woher wir kommen und warum wir hier und jetzt auf der Erde sind, zieht sich in die Tiefen unseres Wesens zurück.

Wir beginnen nun, uns mit den Formen der materiellen Welt und dem physischen Körper zu identifizieren. Daran bilden sich unsere Gedanken heran, baut sich unsere Mentalität auf, und auch unsere Ängste verbinden sich damit. So gelangen wir zu einer Identifikation mit unserem niederen Wesen, dem Ego, das dieser Welt angehört.

Unser Ego mit seinem Denkvermögen hat sich dabei von seinem tieferen Daseinsgrund abgewandt. An sich hat es die Möglichkeit, etwas von der Herrlichkeit des innersten Wesens zum Ausdruck zu bringen. Es hat die Möglichkeit, mit dem Denken zum Verbündeten des Herzens zu werden. Doch mit einem degenerierten Denken blockt es das innerste Wesen ab. Zu ihm den Weg freizulegen, gehört zu den Lebensaufgaben des Menschen. Erforderlich hierfür sind ein hingebungsvolles Herz und ein Denken, das sich darauf abstimmt.

Der physische Körper ist niedrigen Schwingungen unterworfen. Negative Emotionen, die wir nicht überwinden und die sich über viele Jahre ansammeln, können in ihm gären. Als Folge davon stellen sich Krankheiten ein. Die Energien zirkulieren nicht so, wie es gut für uns wäre.

Wenn eine auf das Materielle gerichtete Mentalität unser Leben bestimmt, erlauben wir es dem niederen Wesen, unserer Existenz seinen Stempel aufzudrücken. Bei allem, was wir tun, wirken wir aber über die eigene Persönlichkeit hinaus. Und so tragen wir dann unsere Unwissenheit und unsere Ängste in den Ozean des universellen Bewusstseins hinein; negative Energiewellen gehen von uns aus.

Im Innersten ist jeder Mensch ein höheres Wesen

Das Höhere im Menschen macht sich in bestimmten Situationen bemerkbar und drängt dazu, den „Schleier des Vergessens“ zu heben. Wir können uns an unsere göttliche, spirituelle Natur "erinnern" und sie zu unserer Realität machen. Wir können den Kontakt zu ihr herstellen. Wenn wir auf die Erde kommen, tragen wir diese Essenz, die göttliche Quelle, in uns, sie macht unser eigentliches Wesen aus. In ihrer Tiefe ist sie unendlich, transzendent und hat Anteil am universellen Bewusstsein.

Meist leben wir in der Vorstellung, wir seien abgetrennte Wesenheiten. Aus dem Blickwinkel der festen Formenwelt mag das zutreffen. Aber wir sind in Wirklichkeit mit allem verbunden. Ein immenser Ozean aus Energie verbindet uns miteinander, den man auch Ätherfeld nennt. In ihm zirkulieren alle Gedanken, Worte, Gefühle, Gebete.

In diesem Ätherfeld zeigt sich die Quelle und Basis der Universen unmittelbarer. Hier, im Feinstofflichen, formen sich die Urbilder. Es ist ein Feld, das in jede Zelle unseres Körpers hineinwirkt. Die allmächtige Kraft, von der es getragen ist, ist „die Liebe“. Unbegrenzt, bedingungslos, kann sie in den Lebewesen ein leuchtendes Aussehen hervorrufen. Sie zeigt sich in vielen Abstufungen und wirkt anziehend in ihrer Transparenz und Reinheit.

Wir besitzen in unserem Herzen einen Zugang zum universellen, schöpferischen Geist. Die Rosenkreuzer sprechen von der "Rose des Herzens“. Entfaltet sie sich, so kann Besonderes stattfinden: das Bewirken von Manifestationen, die Teilhabe an der fortwährenden Schöpfungstätigkeit, an der Allgegenwart, Erfahrungen des Heilens, der Selbstheilung und vieles mehr.

Es sind die ursprünglichen, dem Menschen zugedachten Vermögen, es ist die Entfaltung seiner wahren Natur. Wir sind Kanäle, die der allmächtigen Kraft ermöglichen können, sich durch uns auszudrücken. Unser Innerstes entwickelt sich nach und nach zu dem, der wir wirklich sind, wenn es sich aus dieser allmächtigen Kraft nährt.

Liebe in diesem Sinne ist die höchste Energie, die es gibt. Ihr gegenüber steht die niedrigste Energie, die Angst. Wird sie groß, so blockt sie die Liebe ab und öffnet die Tür zu vielen Übeln.

Unser Herz kann sich der Liebe öffnen, die sich überall hin verströmen möchte. Wir sind dazu gerufen, in brüderlicher und bedingungsloser Liebe zu leben. Energetisch hoch schwingende Eigenschaften sind die Folge: Vergebung, Mitgefühl, Friede, Akzeptanz, Loslassen-können, Zuhören, Teilen- und Geben-können, Toleranz, Demut, Sanftmut, Fürsorge, Ehrlichkeit, Empathie, feiner Humor, Hingabe, Freude, heitere Gemütsruhe, Glaube, Selbstvertrauen, Unvoreingenommenheit …

Wir können dann mit den Grundproblemen unseres Lebens auf neue Weise umgehen. Wir dienen dem Heranwachsen des innersten Wesens und ermöglichen es damit zugleich dem göttlichen Schöpfer, durch uns in der Welt zu wirken.

Die Energien, die in unserem Herzen zirkulieren, werden spürbar. Je mehr wir hohe Schwingungen empfangen und ausstrahlen, desto mehr steigt, ganz wörtlich genommen, unser persönliches Niveau.

Der Radius unseres Denkens, unserer Worte, Taten und Gefühle erweitert sich, und dasselbe gilt für unser Wahrnehmungsvermögen.

Man kann sagen: Der, der wir in der Tiefe sind, erlebt eine „Auferstehung“.

 

 

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