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-lichkeit formt Bewusstsein schafft Wirklichkeit formt Bewusstsein schafft Wirk-

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Solange sich mein Bewusstsein auf den Verstand verlässt – meinen eigenen oder den anderer – kreiere ich mein Leben aus Erfahrungen und Wissen, also aus der Vergangenheit. Verstand ist schnell, Denken ist schnell, damit die Angst sich nicht ausbreiten kann, Angst, dass ich das, was ist und das, was wird, nicht unter Kontrolle habe. Angst vor dem Nicht-Gekannten, vor dem Nicht-Wissen.

Was geschieht, wenn ich den Zustand der Ungewissheit zulasse, wenn ich das Nicht-Wissen aushalte?

Still werden – achtsam sein – hinspüren: Da ist dieses große Feld des Möglichen, von dem auch die Quantenphysik spricht. Für ein Problem, eine Situation, die aus diesem Feld entsteht, existiert dort auch die Lösung. Ich muss sie mir nicht „ausdenken“ – in meinem Bewusstsein gibt es die Fähigkeit, sie wahrzunehmen. Vorausgesetzt, mein Denken hält still für eine Weile.

Es ist dieses Phänomen der Emergenz: Indem ich absichtslos aufmerksam bin und einfach wahrnehme, was ist, kann daraus etwas entstehen, dessen Wesen und Eigenschaften nicht aus dem bisher Wahrgenommenen erklärbar sind. Etwas, das nicht auf Vergangenheit gründet, sondern wirklich neu und bisher nicht gekannt ist. Und in dem Moment, in dem es sich zeigt, ist völlig klar, dass es genau das Richtige ist.

Das gilt für die äußere Wirklichkeit. Und es gilt auch auf meinem inneren Weg. Ich kann ihn nicht „wissen“, kann ihn mir nicht ausdenken. Es braucht Vertrauen, denn er entsteht erst Schritt für Schritt, während ich ihn gehe. Er entsteht dadurch, dass ich ihn gehe.

 

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