WOMAN

Tu, was du liebst, liebe, was du tust

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Nicht was uns geschieht, ist entscheidend, sondern wie wir mit dem umgehen, was uns geschieht.

Viele erleben in der Tiefe ihres Herzens, dass wir miteinander verbunden sind. Es ist eine Verbundenheit, die über die Grenzen von Raum und Zeit hinausreicht: im Menschsein. Und immer wieder diskutieren wir über hohe Ziele.

Das Handeln beginnt im Kopf, mit dem Denken, es sei denn, wir handeln „aus dem Bauch“ heraus. Den Magen nennt man auch das „zweite Gehirn", denn er besitzt 100 Millionen Neuronen. Doch er produziert keine Gedanken, sondern beeinflusst unsere Stimmungen, Gefühle, Träume.

Das Denken ist Sache des Verstandes, und hier ist es wichtig, dass wir die Gedanken, ehe wir sie umsetzen, durch den Filter des Herzens gehen lassen: Will ich das wirklich tun, was ich denke?

Der Durchgang durch das Herz ist nicht einfach. Denn die Gedanken können sich dabei auflösen – in tieferer Empfindung, im Gefühl einer Zusammengehörigkeit. Folgen wir der Stimme des Herzens nicht, dann geschieht, was die alten Eingeweihten formulierten: „Was ich tun will, das tue ich nicht und was ich tue, das will ich nicht tun". Der Kopf liefert uns den in der Welt herrschenden Strömungen aus.

Es ist sinnvoll, mit der Frage zu leben: Füge ich meinem Leben etwas Gutes hinzu, wenn ich so handle, wie ich denke? Oder verringere ich dadurch den Wert meines Lebens?

Das kann zu einer Selbsteinweihung führen. Die Forderung „erkenne dich selbst" begleitet ja die Menschheit. Wer bist du, guter Mann, gute Frau?  

Jeder ist der Spross seiner Vorfahren, jeder lebt an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit. Ich schaue auf meine Gedanken, meine Empfindungen, mein inneres Bemühen. Ich entdecke, dass ich nicht allein bin. Ich bin eingebettet in äußere Umstände. Sie helfen mir, behindern mich und bei alledem liegt in ihnen meine Lebensaufgabe.

Ich erlebe meinen Wunsch, etwas zu tun. Das Wissen, das ich angesammelt habe, will angewandt werden. Mein Wissen nährt den Verstand, aber die tiefere Empfindung und, wenn es gut geht, die Liebe, sind es, die meinem Handeln Wert verleiht. Wissen wird von anderen zur Verfügung gestellt, ist etwas Äußeres. Liebe und Weisheit (inneres Wissen) entwickeln sich in mir, sind Inneres.

Ich erlebe mein Bewusstsein, und ich sehe, dass mir Kraft zur Verfügung steht.

„Tu, was du liebst" – ist das eine Utopie? Wie oft muss ich Dinge tun, die ich gar nicht tun will! Aber ich habe immer die Möglichkeit, auf irgendeine Weise der Stimme meines Herzens dabei Ausdruck zu verleihen.  

Das Leben scheint uns oft in eine Richtung zu lenken, die unseren Wünschen nicht entspricht. Ich schaue genau hin, und es scheint ungerecht zu sein. Warum ausgerechnet ich? Hier gilt der Rat: „mit dem Leben fließen", dann zeigt sich die Antwort.

Wenn ich das tue, entfaltet sich der zweite Satz: „Liebe, was du tust." Das Herz zeigt mir Möglichkeiten. Ich bin nicht mehr Opfer, ich lege diese Rolle ab. Ich sehe in den Umständen, in die ich gestellt bin, eine Aufgabe und übernehme Verantwortung..

Was mir alles entgegentreten wird, weiß ich nicht. Ich verlasse den sicheren Ort, nehme das Ungewisse an. Darin erlebe ich mich neu, gestalte mich, indem ich mein Umfeld mit gestalte, und ich merke, dass es auf mich ankommt.

Das Leben gleicht einem dunklen Wald. Warum nicht den Mut haben und sich durchtasten, an Türen klopfen und einem inneren Licht folgen?

Das Licht führt uns hindurch – mit dem Denken, dem Fühlen, dem Handeln. Und am Schluss sind wir da. Ganz anders, als wir dachten.

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