Freiheit, LOGON 11

LOGON Magazin Nr. 11 Freiheit

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Am Freitag den 1. Juli ist das neue LOGON Magazin erschienen. Diesmal geht es darum, sich dem Thema Freiheit in all ihren Facetten zu nähern

Dialog zum aktuellen LOGON-Heft (mit Zoom) Mittwoch, 3. August, 20 Uhr

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Zum Inhalt dieser Ausgabe

Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn man in Worte gießen wollte, was uns Menschen ausmacht, wäre dieser eine Begriff sicher dabei: Freiheit. Und tatsächlich können wir uns die Würde und das Wesen des Menschen ohne Freiheit nicht vorstellen. Aber
was bedeutet das für uns?

Erwacht in uns der Wunsch nach Freiheit, so gilt er einer Weite, die wir spüren, aber noch nicht wirklich kennen. Freiheit kann etwas Zielloses an sich haben, weil unbekanntes Terrain vor uns liegt und weil die Größe des Erahnten sich nicht konkret fassen lässt. Freiheit kann auch Stress verursachen – wegen der vielen unausgeschöpften Möglichkeiten, zwischen denen man permanent wählen muss. FOMO ist der Name einer Gemütsverfassung, an der viele Millennials leiden: Fear Of Missing Out, die Angst, etwas zu verpassen. So sind die Mikroentscheidungen unseres Lebens in unserer Hemisphäre
durch eine überbordende Fülle von (Konsum-) Möglichkeiten geprägt, vor denen man durchaus kapitulieren könnte und neben denen die größeren Fragen unterzugehen drohen.

Die wenigsten Menschen erleben die absolute Freiheit der Wahl. Die eigenen begrenzten Fähigkeiten und die Restriktionen von außen errichten Zäune im weiten Feld der Möglichkeiten. Oft müssen wir uns in Situationen zurechtfinden, die uns keine Wahl lassen – und diese werden vermutlich zunehmen. Ist Freiheit auch dann möglich, eröffnen sich vielleicht gerade hier Wege, eine tiefere Freiheit zu suchen?

Bei alldem bleibt die Freiheit der Wahl ein hohes Gut: um auf den Stationen des Lebenswegs die Abzweigung wählen zu können und sich so durch die eigene Entscheidung selbst zu erkennen. Währenddessen bringt jede Entscheidung ein Wenigerwerden zukünftiger Wahlmöglichkeiten mit sich. Die Spur, in der wir gehen, wird schmaler, sie ist aber auch der Weg zu dem Reichtum an Erfahrung, den wir uns wünschen. Sie ist ein möglicher Weg in die Tiefe.

Auf dem Erfahrungsweg zeigt sich Freiheit auch als etwas, das wir in unserem eigenen Gemüt erobern können. Wie oft sind wir zu bestimmten Reaktionen auf Menschen und Ereignisse gezwungen! Müssen wir aber auch Angst haben, müssen wir andere Menschen verletzen und dabei den gegenwärtigen Moment durch Ungeduld oder Unbewusstheit immer wieder verlieren? Denn auch dies ist Freiheit: allem in Offenheit zu begegnen und in jedem Augenblick nicht nur die eigene Tat, sondern auch das innerste Selbst wählen zu können.

Wenn uns dies bewusst wird, beginnt das Ringen um unser wahres Selbst. Je tiefer wir dringen, desto mehr geht es um die Entscheidung, ob wir den inneren, geistigen Menschen wählen. Die Möglichkeit dieser Wahl
ist immer vorhanden. Unsere Wahl schafft dann den Freiraum, den das Geistige zu seiner Entfaltung braucht. Anfangs scheint dieser Weg in die Beschränkung zu führen, denn die Gebundenheit an die Fülle im Außen überdeckt die Möglichkeiten, die in der Stille gedeihen. So bedeutet die Wahl des Geistigen eine Abwahl des Irdisch-Materiellen – als Neuorientierung. Sie bringt keine Askese, aber die Bemühung um Freiräume im Denken, Fühlen und Wollen: Freiräume, in denen sich das unerkannte ewige Selbst zeigen kann. Mithin erblüht die Freiheit als Kraft zu einem unbegrenzten neuen Werden. Was uns von Beginn an suchen ließ, das erfüllt sich dann in uns.

In diesem Sinne wünscht
viel Freude beim Lesen

Ihre Angela Paap

Zum Inhalt dieser Ausgabe

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